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Ortsnamen: Forschung im Fluss

Topo- was?!

Die Ortsnamenforschung, auch Onomastik oder Toponomastik genannt, beschäftigt sich nicht nur mit Siedlungsnamen, also den Namen von Burgen, Höfen, Dörfern, Städten und Ländern, sondern auch mit so genannten Flurnamen. Damit meint man die Eigennamen von Bergen, Wäldern, Wiesen und Auen. Darüber hinaus spielen Gewässernamen, die so genannten Hydronyme, eine zentrale Rolle. Für Ernst Förstemann, einen der Pioniere der Ortsnamenforschung im 19. Jahrhundert, waren Flussnamen die “ungeschliffenen Juwele in der Namensforschung“.

Flussauf, flussab

Doch erst dem Tübinger Indogermanisten Hans Krahe (1898-1965) fiel auf, dass die Gewässernamen Europas im Bereich nördlich der Alpen von der Pyrenäenhalbinsel bis zum Baltikum aber auch in Süd-Skandinavien sowie Großbritannien im Hinblick auf Wortmaterial und Wortbau überraschend einheitlich sind. Zur Gruppe der al-/alm-Namen beispielsweise gehören Aller, Alm oder auch Elz, die früher Alantia hieß. Zur Gruppe der var-/ver-Namen zählen Werre oder Warne. Sehr groß ist auch die Gruppe der sal-/salm-Namen, wozu neben vielen anderen die Saale gehört. Nach neueren Forschungen lassen sich auch is-/eis-Namen wie Isar und Eisack und ur-/aur-Namen wie Urach und Aurach in Gruppen zusammenfassen.

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