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Online Sharing

Online-Sharing: Teilen statt Kaufen

Früher hat man sich Videos ausgeliehen, heute sind es Wohnungen, Autos und Bohrmaschinen. Das Teilen (engl. “Sharing”) ist zu einer Bewegung geworden. Während vor wenigen Jahren fast ausschließlich Firmen DVDs und Unterkünfte verliehen haben, sind es heute Privatleute, die sich untereinander Dinge borgen. Im Internet findet die neue Generation von Tausch- und Verleihbörsen eine Heimat.

Das Prinzip Teilen

Ein Geheimnis zu teilen ist leicht. Wenn man als Erwachsener Dinge hat, die man nicht ständig braucht, lassen sich auch diese teilen.

Warum teilen?

Jeder hat Dinge zuhause herumliegen, die er nur selten braucht: Werkzeug, das seit dem letzten Umzug nicht mehr benutzt wurde oder Bücher, die einmal gelesen im Regal verstauben. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die genau dieses Werkzeug brauchen oder das Buch gern lesen möchten. Was liegt also näher, als es zu verleihen oder zu borgen. Die Vorteile: teilen spart Geld, es ist flexibel und praktisch. Dahinter steckt aber auch ein „grüner” Trend. Finanzkrise, Umweltkatastrophen und Unfälle wie in Fukushima verändern das Bewusstsein der Menschen. Wer teilt und tauscht, braucht weniger Dinge, das schont die Ressourcen und produziert weniger Müll.

Viele setzen mittlerweile auf bewussten Konsum. Umweltverträglichkeit oder das soziale Verantwortungsbewusstsein eines Unternehmens sind heute fast genauso ausschlaggebend für den Kauf eines Produkts wie sein Preis. Das zeigt die repräsentative Studie „Deutschland teilt” der Leuphana Universität Lüneburg und der Wohnungsvermittlungs-Plattform Airbnb. Auch veränderte Wertvorstellungen spielten eine Rolle bei der Sharing-Bewegung, so die Studie: Besitz und Eigentum seien für die Deutschen weniger wichtig als Werte wie Gemeinschaft, Kreativität und Abwechslung. 

 

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von wissen.de-Autorin Julia Räsch
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