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Oktoberfest

München im September. Wie in jedem Jahr gibt es zwei Möglichkeiten: Man feiert mit oder man fährt in den Urlaub. Denn man entkommt ihm nicht. Im September ist Oktoberfest. Über sechs Millionen gehen hin, trinken an 16 Tagen 61.000 Hektoliter Bier und essen fast 500.000 Brathendl. Die U-Bahnen sind voll mit angetrunkenen Menschen, die Dirndl und Lederhose tragen obschon sie ihre Sprache sogleich als Nicht-Bayern outet. Es ist das größte Volksfest der Welt, ein Phänomen, eine Marke, für die München kaum Werbung machen muss. Denn eine weltweite Umfrage hatte vor einigen Jahren ergeben: 91 Prozent der Interviewten kennen den Begriff „Oktoberfest“.

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Gute Lederhosen sollten etwas fettig sein.
Ein Münchner wird dieser Befragung sofort Glauben schenken. Denn seine Erfahrung hat ihm bereits so gut wie überall auf der Welt bestätigt: Sagst du, dass du aus München kommst, wird dein Gegenüber dir mit großer Wahrscheinlichkeit ein hocherfreutes „Ah, Munich, Oktoberfest!“ zurufen. Und möglicherweise sogar davon berichten können, dass er schon mal dort war, Bier aus großen Gläsern getrunken, auf den Bänken getanzt und gesungen, viele neue Freunde aus der ganzen Welt gefunden hat und heute noch der damals erstandene Seppelhut zu Hause liegt. Natürlich gibt es viele Nachahmer des Münchner Oktoberfests. In den USA zum Beispiel. Oder in Kanada und Brasilien, wo die Imitationen immerhin eine Million Gäste anlocken. Auch in Deutschland gibt man sich im Herbst landauf-landab der weiß-blauen Gemütlichkeit hin. Man versucht es zumindest. Bisweilen wird dann zum typisch bayerischen Schmankerl frisch gezapftes Kölsch serviert.

 

Dreimal ist (dem) Münchner Recht

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aus der wissen.de Redaktion
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