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Ökokleidung - ein sauberes Geschäft?

Fairtrade kontra Wegwerf-Mode

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Schadstoffe im Wasser

141 Kleidungsstücke aus 29 Ländern ließ Greenpeace 2012 untersuchen. Das Ergebnis: Alle enthielten Rückstände der in der EU mittlerweile verbotenen NPE. Diese sind für Menschen an sich zwar nicht gefährlich, wohl aber für Fische. Und hier liegt das nächste Problem. Chemikalien aus Kleidungsartikeln gelangen nicht nur in unseren Organismus, sondern auch ins Wasser.

"Modemarken missbrauchen weltweit Flüsse als private Abwasserkanäle", sagt Christiane Huxdorff, Chemie-Expertin bei Greenpeace. Von der Produktion bis zur Entsorgung schadeten gefährliche Textilchemikalien Umwelt und Gesundheit. Und es bleibt nicht bei der Herstellung: Wenn die Industrie ihre Artikel in fernen Billiglohnländern mit Schadstoffen vollpumpt, gelangen diese bei uns durch die Waschmaschine ins Abwasser.

Darüber hinaus ist Mode zur schnelllebigen Massenware geworden, zur Fast Fashion, die aus viel Kunstfaser besteht, ein paarmal getragen und weggeworfen wird. 2011 haben deutsche Verbraucher laut Greenpeace rund sechs Milliarden Kleidungsartikel gekauft, in der gleichen Zeit landete eine Million Tonnen der Textilien auf dem Müll.

Seit 2011 fordert die Umweltorganisation mit einer Kampagne namens Detox die Branche auf, Schadstoffe durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Tatsächlich kündigten im selben Jahr sieben Marktführer eine giftfreie Produktion an, darunter drei große Hersteller von Sporttextilien. Es folgten Erzeuger von Outdoor-Kleidung, die in der Regel ebenfalls zu nicht abbaubaren Chemikalien (Fluorverbindungen) greifen, um ihre Produkte wetterfest zu machen.

 

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von wissen.de-Redakteur Jens Ossa, Juni 2013
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