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Nur mit der Chemie werden wir neue Energiequellen erschließen können

Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Ferdi Schüth zu den Chancen der Katalyse

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Auf jeden Fall. Ein zukünftiges Energiesystem wird sicherlich auf einem breiteren Energie-Mix beruhen. Die konventionellen Energiesysteme lassen sich noch enorm verbessern, aber auch für die Entwicklung und Anwendung von neuen Technologien ist Chemieforschung zwingend erforderlich. Biodiesel, den jeder kennt, wird aus Rapsöl durch eine chemische Umwandlung gewonnen. Biokraftstoffe zukünftiger Generationen muss man durch noch aufwendigere chemische Umsetzungen erzeugen, um sie an die Verbrennungscharakteristik der Motoren anzupassen. Organische Solarzellen erfordern neue Polymere und kostengünstige Dünnschichttechnologien, und wenn Wasserstoff-Brennstoffzellen in Zukunft Autos antreiben oder Batterien in Geräten ersetzen sollen, sind wir auf geeignete Speichermaterialien angewiesen.

 

Was hat den Wasserstoff eigentlich in den Mittelpunkt der Diskussion um zukünftige Energiesysteme gerückt?

Fossile Rohstoffe sind heute nicht nur unsere Hauptenergiequellen, sondern auch unsere wichtigste Speicher- und Transportform von Energie. Neben neuen Quellen benötigen wir deshalb ebenso dringend eine alternative Energieinfrastruktur. Hier kommt der Wasserstoff als möglicher universeller Energieträger ins Spiel. Sein Energieinhalt ist recht hoch und vor allem reagiert er am Ort der Energieumwandlung, beispielsweise in einer Brennstoffzelle, zu reinem Wasser. Er verursacht somit bei der Energieumwandlung keine umweltbelastenden Emissionen. Das macht seinen großen Charme aus.

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