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Neues Geld!

Währungsreform in den drei westlichen Besatzungszonen am 19. Juni 1948

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  • Jeder Einwohner der Westzonen kann vom 20. Juni an 40 RM als sogenannte "Kopfquote" im Verhältnis von 1:1 in DM (auch D-Mark genannt) umtauschen; die Ausgabe weiterer 20 DM zu diesem Kurs ist für den August vorgesehen
  • Das im Umlauf befindliche Bargeld wird im Verhältnis von 100:5; Bank- und Sparguthaben sowie Verbindlichkeiten werden im Verhältnis 10:1 abgewertet
  • Löhne, Gehälter und Mieten müssen vom nächsten Fälligkeitstermin an in der neuen Währung im Verhältnis 1:1 bezahlt werden
  • Juristische Personen erhalten zur Sicherstellung der Liquidität zunächst einen Kredit von 60 DM für jeden Beschäftigten
  • Die Guthaben öffentlicher Einrichtungen werden gestrichen; um laufende Kosten bestreiten zu können, erhalten sie Betriebsmittel, die sich an den Betriebseinnahmen im vergangenen halben Jahr orientieren

Mit diesen Maßnahmen wird dem deutschen Geldmarkt ein Kaufkraftüberhang von 37 Milliarden Reichsmark entzogen.

Die Papiermühlen mahlen

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Währungsreform 1948 / Währungsreform / Ausgabe der DM

28.06.1948 / Berlin In der Stadthalle im amerikanischen Sektor findet der Währungstausch statt. Der Wechselkurs zwischen der alten Mark und der neuen DM beträgt 1:1. / Nach dem Inkrafttreten der Währungsreform in den drei Westzonen am 20. Juni 1948 nehmen Berliner Bürger in der zum amerikanischen Sektor gehörenden Stadthalle die neuen Geldscheine entgegen. Getauscht wird im Verhältnis 1:1, allerdings zunächst nur für 60 DM pro Bürger. Im selben Verhältnis werden Löhne und Mieten umgerechnet. Weniger gut sieht es dagegen für die Besitzer von Sparkonten aus, denn ihre Guthaben werden im Verhältnis 10:1 umgerechnet. Manch einer verliert auf diese Weise nach der folgenschweren Inflation in den 1920er Jahren ein zweites Mal sein gesamtes Vermögen.

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aus der "Chronik 1948" (Chronik-Verlag)
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