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Nationalparks in Irland

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Der Größte, der Meistbesuchte, der Jüngste

Glenveagh National Park

Mit 16.548 Hektar ist der Park im nordwestlichen Donegal der größte Irlands. Er geht zurück auf ein privates, nahezu 10.000 Hektar großes Gut, dessen Terrain zielstrebig erweitert wurde. Der 1986 eröffnete Nationalpark ist charakterisiert durch die Granitfelsen in diesem Teil der Grafschaft Donegal, in der sich eine abwechslungsreiche Szenerie aus Wäldern und Sümpfen entwickelt hat.

Lough Gleann  im Glenveagh National Park
Lough Gleann im Glenveagh National Park
Bezeichnend ist für Glenveagh die Einsamkeit. Durch den Park führen keine Straßen. Über weite Strecken wirkt die bergige Landschaft, als ob hier nie Menschen heimisch gewesen seien. Vor allem in den Wäldern stoßen Besucher bisweilen auf Rotwild, eine importierte, nicht aus Irland stammende Art.

Beim Eingang in den Park steht ein Informationszentrum, dort müssen die Besucher auch ihre Autos abstellen. Busse bringen die Gäste nach Glenveagh Castle, das insbesondere wegen seiner Gärten viele Touristen anzieht.

Wicklow Mountains National Park

Wegen seiner Nähe zu Dublin zählt der Park in den südlich der Hauptstadt gelegenen Bergen zu einer der meistbesuchten auf der Insel. Mit 15.917 Hektar ist er allerdings groß genug, um Wanderern das Gefühl zu geben, in einer abgeschiedenen Naturlandschaft unterwegs zu sein, zumal nur drei markierte Trails durch das Gebiet führen.

Glendalough Valley im Wicklow National Park
Glendalough Valley mit den Ruinen der frühchristlichen Klostersiedlung
Kern des 1991 eingerichteten Nationalparks waren das Tal und die Seen von Glendalough, eine der besterhaltenen Klostersiedlungen aus dem 6. Jahrhundert. Später kamen angrenzende Waldgebiete und Bergregionen hinzu, darunter Teile vom Gut Powerscourt, einem viel besuchten Schloss außerhalb des Parks, und das Moorgebiet, in dem der River Liffey entspringt. Er fließt durch Dublin und mündet dort ins Meer.

Am Lower Lake von Glendalough informiert ein Besucherzentrum die Touristen über die hier bis zu 800 Meter hohen Berge und die Pflanzen- und Tierwelt des Parks. Dort erhält man auch Hinweise für Wanderungen durch das Schutzgebiet.

Mayo National Park

Der jüngst Nationalpark wurde erst Ende 1998 eröffnet und befindet sich noch im Entstehen. Er ist benannt nach der Grafschaft Mayo, aber auch bekannt unter dem Namen Ballycroy National Park. Bei der Ortschaft Bally Croy soll auch das Besucherzentrum des 11.837 Hektar großen Parks entstehen.
Flüsse, Klippen und Oberflächenmooren prägen den Nordwesten Mayos. Da ähnliche Sumpflandschaften in Westeuropa meist trockengelegt wurden, haben Mayos Sümpfe besondere Bedeutung. Nur hier findet man sie noch in dieser Ausdehnung.

Blick von der Nephin Beg Range auf die Moorlandschaft des Ballycroy National Park
Blick von der Nephin Beg Range auf die Moorlandschaft des Ballycroy National Park
Das Zentrum des Parks ist die Owendruff-Region in den Nephin Mountains. Der Owendruff River ist der letzte Fluss in Westeuropa, der in ein relativ intaktes Oberflächenmoor mündet. Hier trifft man viele Ornithologen, denn das Gebiet wird von Wandervogelarten als zeitweiliges Terrain sehr geschätzt. Darunter befinden sich auch sehr seltene Spezies.
Quelle: Tourism Irland
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