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Musicload will am Tausch von Hits verdienen

Deutschlands führender Online-Musikanbieter T-Online erwägt den Start eines kostenpflichtigen Internet-Musiktauschnetzwerks für seine Tochter Musicload. In dem neuen Vertriebsmodell sehen auch Manager von Mobilfunkkonzernen ein großes Potenzial.

Illegaler Tausch verschärft Krise

"Derzeit prüfen wir ein solches Geschäftsmodell, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen", sagte eine Sprecherin von T-Online. In einer Pressemitteilung hatte das Unternehmen zuvor mögliche Szenarien für diese Angebote beschrieben. In dem neuen Vertriebsmodell sehen auch Manager von Mobilfunkkonzernen ein großes Potenzial. So arbeitet Vodafone daran, einen kostenpflichtigen Handy-Musiktauschdienst für die neuen Mobilfunkstandards einzuführen. Bisher bietet Vodafone diesen Dienst nur in Japan.

Bislang wurden über Internet-Tauschbörsen, so genannte Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P) wie Kazaa, eDonkey oder Bittorrent, millionenfach illegal Lieder getauscht. Dadurch wurde die Krise der Musikindustrie weiter verschärft. Dementsprechend verhasst waren die Tauschbörsen den Musikmanagern und Betreibern von Internet-Musikläden. Neue Computerprogramme von Anbietern wie Snocap, Audible Magic oder Coremedia ermöglichen nun den kostenpflichtigen Tausch von Computer zu Computer über das Internet oder über Handys mit Wahrung der Urheberrechte.

Die zwei weltgrößten Musikkonzerne Universal Music Group und Sony BMG haben daher kürzlich ein Abkommen mit Snocap geschlossen. "Snocaps innovative Lösungen werden helfen, die Verletzung von Urheberrechten zu verringern, und ermöglichen die Schaffung rechtmäßig autorisierter P2P-Dienste", schrieb Thomas Hesse, weltweit Chef des digitalen Geschäfts bei Sony BMG, Anfang März. "Solange ein vernünftiges Rechtemanagement eingesetzt wird, sind unsere Ansprüche erfüllt", sagte am Montag Thorsten Rothmann. Der Manager ist bei Sony BMG Deutschland für das digitale Musikgeschäft verantwortlich.

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