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Mit Bärlauch und Frühspinat frisch in den Frühling starten

So schmeckt der März

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Eisenreichtum durch Kommafehler

Dass der Verzehr von Spinat Popeye zu ungeheuren Kräfte verhalf, kam nicht von ungefähr. Tatsächlich fördert das tiefgrüne Blattgemüse den Muskelaufbau. Doch sollten Sie es nicht wie unser Zeichentrickheld aus der Dose essen. Frisch, im besten Falle sogar ungekocht, entfaltet Spinat seine Wirkung am ehesten. Es sind die in hohem Anteil vorkommende Nitrate, die für den Kraftschub sorgen. Sie nähren die Mitochondrien, die zelleigenen Energielieferanten. Nur frischgebackene Eltern sollten darauf verzichten, ihren Säuglingen Spinat zu geben. Im Gegensatz zu Erwachsenen bauen Babys die toxischen Nitrite nicht ab, die sich im Darm aus den Nitraten gebildet haben.

Nun enthält das – im Übrigen nelkenartige – Gewächs aber auch noch anderes Wertvolles für den Organismus, zum Beispiel Beta-Carotin und die Vitamine A, B und C. Ein Plus an Vitamin B macht sich um diese Zeit immer bezahlt, wird ihm doch nachgesagt, es vertreibe die Frühjahrsmüdigkeit. Apropos nachsagen: Wussten Sie schon, dass Spinat längst nicht so reich an Eisen ist, wie es oft heißt? Diese Annahme geht auf einen Kommafehler zurück, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts einem Lebensmittelanalytiker unterlaufen ist. Er habe es versehentlich um eine Stelle nach rechts gesetzt und dem Gemüse damit den zehnfachen Gehalt attestiert, schrieb das „British Medical Journal“ bereits im Jahre 1982.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa
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