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Meteorologie durch geballte Technik

Vorhersage dank Millionen von Daten

Der größte Dienstleister für Wettervorhersagen in Deutschland ist der 1952 in Offenbach am Main gegründete Deutsche Wetterdienst (DWD). Seine Daten kommen von eigenen und kooperierenden Beobachtungsposten überall auf der Welt: 11.000 Boden-Radarstationen, 7800 Schiffe, 750 ferngesteuerte Bojen, 3000 Flugzeuge, 1800 Wetterballon-Stationen und 14 Satelliten. So wird der Supercomputer in der DWD-Zentrale täglich mit 10 bis 20 Millionen Daten gefüttert.
 Seit 2007 läuft das System "NinJo", das der Deutsche Wetterdienst federführend zusammen mit der Bundeswehr entwickelt hat. Inzwischen haben sich auch andere nationale Wetterdienste daran beteiligt. NinJo kann alle relevanten Wetterdaten in einer Zusammenschau darstellen und detaillierte Informationen der verschiedensten Sensoren im weltweiten Netz abrufen.

Aber welche Geräte gehen für den Supercomputer NinJo in die Luft und versorgen ihn mit Daten?
 

Radiosonden

Für die Wettervorhersage sind neben den Daten in Bodennähe auch die Bedingungen in den verschiedenen Höhen der Atmosphäre von Interesse. Heutzutage verwendet man für diese Messungen Radiosonden, die mit einem Ballon bis in 35 km Höhe aufsteigen.

Mit neun Stationen, von denen drei vollautomatisch sind, und zusätzlichen vier Stationen auf Handelsschiffen, startet der Deutsche Wetterdienst 7.700 Ballone pro Jahr. Druck, Temperatur und Feuchte der Luft werden beim Aufstieg gemessen und von den Radiosonden gefunkt. Richtung und Geschwindigkeit des Windes ergeben sich aus der Drift des Ballons.

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von Melanie Becka, wissen.de
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