wissen.de
Total votes: 84
wissen.de Artikel

Mehr Leistung, mehr Freiheit, mehr Kosten

„Zukunftsfest“ soll sie sein – die große Gesundheitsreform. Und aus einem neuen Fonds sollen die meisten Mittel für das System kommen. Doch was genau steckt hinter diesem Modell? Wie sieht die angekündigte Steuerfinanzierung aus? Und was ändert sich aus der Sicht der Versicherten?

Gesundheitsfonds

Der Gesundheitsfonds ist das Kernelement der Reform. „Die Finanzierung der Gesundheitsausgaben muss zu mindestens 95 Prozent aus dem Fonds erfolgen“, heißt es im Eckpunktepapier der Koalition. In den Fonds sollen ab 2009 Arbeitgebern- und Arbeitnehmerbeiträge fließen. Vom Bund kommt ein weiterer Zuschuss. Pro Versichertem erhalten die Krankenkassen einen Pauschalbetrag. Kassen, die besonders viele Kranke und Alter versichern, erhalten einen Zuschuss. Wenn die Zuweisungen aus dem Fonds nicht ausreichen, dürfen einzelne Kassen auch von ihren Mitgliedern einen „Zusatzbeitrag“ erheben. Ob das ein Fixbetrag oder ein prozentualer und einkommensbezogener Beitrag ist, können die Kassen selbst entscheiden. Im Höchstfall: ein Prozent des Bruttoeinkommens. Die Koalition geht in ihrem Eckpunktepapier allerdings davon aus, dass es aufgrund des erhöhten Wettbewerbs unter den Kassen dazu kaum kommen wird. Vielmehr solle dieser im Gegenteil dazu führen, dass Krankenkassen, die gut wirtschaften, auch Beiträge zurückerstatten. 

Anders, als es die öffentliche Diskussion bisher vermuten ließ, sollen die Privatversicherten nicht in das Fondsmodell eingebunden werden. Sie leisten weder einen Beitrag zum Fonds, noch einen Zuschuss an die gesetzlichen Versicherungen. Der neue Fonds teilt demnach vor allem das Geld zwischen den Kassen um.

 

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
von Michael Fischer, wissen.de
Total votes: 84