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GESUNDHEIT A-Z

Ventrikelseptumdefekt

Abk. VSD, angeborener oder erworbener Defekt der Herzscheidewand zwischen den Herzkammern. Das Ventrikelseptum, das den arteriellen und den venösen Kreislauf voneinander trennt, weist ein Loch auf. Da der Druck in der linken Herzkammer höher ist als in der rechten, kommt es zu einem Rechts-Links-Shunt, d. h. bei jedem Herzschlag fließt Blut aus der linken Herzkammer in die rechte. Bei kleinen Löchern in der Herzscheidewand zeigen sich keine Auswirkungen auf den Lungenkreislauf; bei zunehmender Größe des VSD und des Shuntvolumens entwickeln sich Rechtsherzbelastung und eine Hypertonie im Lungenkreislauf. Ein größerer VSD äußert sich schon beim Säugling durch Gedeihstörungen und häufige Lungenentzündungen. Kleine Defekte werden beim Abhorchen (Auskultation) durch ein typisches systolisches Geräusch erkannt. Innerhalb der ersten zwei Lebensjahre verschließen sich kleine Ventrikelseptumdefekte zu über 50 Prozent spontan, größere immerhin noch in bis zu zehn Prozent. Kommt es nicht zu einem Spontanverschluss, aber zu Zeichen der Rechtsherzbelastung, ist ein operativer Verschluss der Öffnung nötig. Ein großer VSD sollte so früh wie möglich operiert werden. Auch Herzfehler.
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