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GESUNDHEIT A-Z

Morbus Crohn

Crohn-Krankheit; Enteritis regionalis
chronisch-entzündliche, schubförmig verlaufende Erkrankung des Dünn- und Dickdarms, selten unter Einbeziehung von Magen und Speiseröhre, vermutlich aufgrund einer immunologischen Dysregulation. Die Darmschleimhaut ist stellenweise ödematös aufgetrieben (sog. Pflastersteinrelief) und über lange Strecken geschwürig verändert. Die Erkrankung geht mit teilweise heftigen Schmerzzuständen, schweren, manchmal blutigen Durchfällen, Gewichtsverlust, Fieber, Abszessen in der Analgegend und den typischen Fistelbildungen einher. Die Therapie erfolgt überwiegend medikamentös (Mesalazin, Sulfasalazin, Immunsuppressiva, in akuten Schüben Kortisonpräparate lokal und systemisch). Manchmal ist eine chirurgische, möglichst sparsame Resektion von besonders schwer befallenen Darmabschnitten nicht zu umgehen.
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