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GESUNDHEIT A-Z

Guillain-Barré-Syndrom

multifokale Entzündung der Nervenwurzeln (Polyneuritis), deren Ursache unklar ist. Diskutiert werden Infektionen mit Viren und Bakterien als Auslöser. Auch eine Störung des Immunsystems könnte ursächlich beteiligt sein. Die insgesamt seltene Erkrankung bricht meist zwei bis drei Wochen nach einer Infektion auf. Den neurologischen Symptomen gehen uncharakteristische Allgemeinsymptome mit Missempfindungen in Armen oder Beinen voraus. Später entwickeln sich Schmerzen und meist symmetrisch angeordnete, aufsteigende Lähmungen, die auch zur Beeinträchtigung der Atemmuskulatur und Muskelatrophien sämtlicher Versorgungsgebiete der betroffenen Nerven führen können. Im Liquor zeigt sich eine Eiweißvermehrung bei normaler Zellzahl. Die Erregungsleitung der betroffenen Nerven ist vermindert. Therapeutisch werden Plasmapherese und Immunglobuline eingesetzt, trotzdem bleiben ca. 15% der Betroffenen gelähmt.
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