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Maut- und Umweltzonen

Es gibt sie in vielen europäischen Ländern - der Umwelt zuliebe und um den Straßenbau zu finanzieren. Hierzulande ist die Maut ist ein Streitthema. Lkw-Fahrer müssen sie schon seit Langem für die Benutzung von Autobahnen zahlen. Nun fordert Horst Seehofer sie für Pkw-Fahrer aus dem Ausland.

Fraglich ist, ob der Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten überhaupt Aussicht auf Erfolg hat, denn Bürger anderer Staaten würden damit in gewisser Hinsicht auf deutschen Straßen benachteiligt. Kommt also möglicherweise eine Maut für alle? Vorbilder gibt es genügend - sogar für eine Maut innerhalb der Stadt.

 

Das internationale Vorbild City-Maut

In einigen Städten auf der Welt wie London, Stockholm und Bologna dient eine City-Maut der Eindämmung von Schadstoffemissionen, der Vorbeugung von Staus und des Lärmschutzes. Besonders drastisch und effektiv geht die Verkehrspolitik in Singapur vor: Hier wurden Funkstellen in der Stadt installiert, die Lesegeräte in Autos registrieren und dafür sorgen, dass eine tageszeitabhängige Maut vom Konto des Fahrzeugführers abgehoben wird. So müssen Autofahrer zur Rushhour mehr bezahlen, als außerhalb dieser.

Die Erträge fließen direkt in den Ausbau der Verkehrssysteme. Zusätzlich zur City-Maut werden in Singapur schon seit 1990 nur eine begrenzte Anzahl Autos zugelassen. Dafür müssen Fahrzeugführer an einer kostspieligen Auktion teilnehmen – Klimaschutz und Verkehrskontrolle passieren hier also teilweise zwangsläufig. 

 

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Lena Riemenschneider
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