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Luftpost - eine tausendjährige Geschichte

Von Läufern, Tauben und Bruchlandungen

Eine Premiere in der Geschichte der Post: der erste offizielle Transport auf dem Luftweg. Am 18. Februar 1911 flog der französische Pilot Henri Pecquet in einem Humber-Doppeldecker 6500 Briefe vom indischen Allahabad ins acht Kilometer entfernte Nachbardorf Naini. Er brauchte dafür 13 Minuten. Eigentlich war nur ein Schauflug geplant gewesen. In Allahabad fand nämlich eine Welt-Postausstellung statt. Den Doppeldecker hatte Kommandeur Walter Windham aus Großbritannien nach Indien verschifft, um ihn dort vorführen zu lassen. Als der Ortspfarrer bat, bei der Veranstaltung Spenden für eine geplante Herberge sammeln zu dürfen, kam Windham die schlagende Idee: Er würde mit dem Flieger gegen Gebühr Briefe befördern. Damit gab er den Startschuss für die Luftpost.

Luftpost - die Brieftauben

Luftpost, das war zunächst einmal Nachrichtenübermittlung per Brieftaube und später per Ballon. Auf dem Landweg wurden Briefe Boten mitgegeben bzw. mit Kutschen verschickt. Brieftauben haben Ägypter und Römer beispielsweise schon 5400 v. Chr. und im gesamten Altertum eingesetzt, wenn etwa die Krönung eines Pharaos oder Königs bekannt gemacht werden sollte. Auch bei Griechen waren Brieftauben begehrt. Die Vögel waren flink und zuverlässig, fanden sogar nach über Tausend Kilometern den Weg wieder zurück und waren bis zur Erfindung der Telegraphen auf dem Gebiet der Briefzustellung unschlagbar. Sie sollen sogar als Teilnehmer der Olympischen Spiele der Antike zugelassen worden sein. Heute findet man Brieftauben allenfalls in Zuchtvereinen. Immerhin haben sie sich als Postboten bis in die Moderne behauptet. Die Nachrichtenagentur „Reuters“ hätte es ohne sie vielleicht nie gegeben. Sie hatte ihren Dienst per Brieftaubenpost begonnen.

Historische Postboten

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Von Dorothea Schmidt, wissen.de
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