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Literaturnobelpreis an Orhan Pamuk

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Ein Werk wischen Orient und Okzident

Orhan Pamuk wurde 1952 in Istanbul geboren und wuchs in einer gutbürgerlichen Familie auf. Er studierte Architektur und Journalismus, bevor er mit 23 Jahren zu schreiben begann. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Prosaschriftsteller der jüngeren türkischen Generation. In seinen Werken verbindet er orientalische Erzähltraditionen mit Stilelementen der westlichen Moderne. Ein zentrales Thema ist für Orhan Pamuk die in Vergessenheit geratene mystische Tradition.

Internationale Anerkennung errang Pamuk mit den Werken "Beyaz Kale" (1985, deutsch "Die weiße Festung" 1990), "Kara Kitap" (1990, deutsch "Das schwarze Buch" 1995) und "Yeni Hayat" (1994, deutsch "Das neue Leben" 1998). Für den Künstler- und Kriminalroman "Benim Adim Kirmizi" (1998, deutsch "Rot ist mein Name" 2001), der im 16. Jahrhundert spielt, erhielt Pamuk neben dem hoch dotierten IMPAC-Literaturpreis weitere internationale Auszeichnungen. Sein Roman über den Dichter Ka, "Kar" (2002, deutsch "Schnee" 2005), der in eine verschneite südostanatolische Provinzstadt reist, den Putsch eines Schauspielers miterlebt, die Liebe entdeckt und einen Gedichtzyklus in Form eines Schneekristalls schreibt, wurde von der Kritik hoch gelobt und in der New York Times als das beste ausländische Buch 2004 gefeiert. Seine Werke wurden bislang in 34 Sprachen übersetzt und in über 100 Ländern veröffentlicht.

 

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von Michael Fischer, wissen.de
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