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LEXIKON

Zweig, Stefan: Schachnovelle

  • Erscheinungsjahr: 1941
  • Veröffentlicht: Österreich
  • Verfasser:
    Zweig
    , Stefan
  • Deutscher Titel: Schachnovelle
  • Genre: Novelle
Beim Verlag Bermann-Fischer in Stockholm veröffentlicht der in Brasilien lebende Stefan Zweig (* 1881,  1942) seine »Schachnovelle«, in der die Brutalität des nationalsozialistischen Regimes und seine Terrormethoden angeprangert werden. Die Gegensätze dieser Zeit erscheinen personifiziert in Dr. B., der aus der Gestapohaft als Nervenkranker entlassen wurde, und in dem primitiven und zugleich arroganten Weltschachmeister Mirko Czentovic. Dr. B., der gegen Czentovic verliert, verkörpert die sensible, durchgeistigte Ritterlichkeit, sein Gegner steht für den plumpen, kaltblütigen Überwältigungstrieb. Zweig begann mit einer Lyrik, die sich an Hugo von Hofmannsthal orientierte, und übersetzte die französischen Symbolisten Stéphane Mallarmé und Charles Baudelaire. Das Zentrum seines Werkes bildet später eine psychologisch analysierende Prosa. Weltberühmt wurden die Novellen »Amok« (1922), »Angst« (1925) und »Verwirrung der Gefühle« (1927) sowie der Roman »Ungeduld des Herzens« (1938), die Essays »Sternstunden der Menschheit« (1927) und die Dichterporträts »Baumeister der Welt« (1936).
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