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LEXIKON

Zapfenstreich

ursprünglich der Zeitpunkt, zu dem auf ein Trommel- oder Hornsignal im Feldlager Ruhe zu herrschen hatte und die „Zapfen“ an den Bierfässern der Marketender zu „streichen“ waren, d. h. der Ausschank eingestellt wurde.
Der Große Zapfenstreich ist eine militärmusikalische Zeremonie, die nur zu besonderen Anlässen ausgeführt wird, wobei im Allgemeinen ein Musikkorps sowie eine Kompanie Infanterie und Fackelträger mitwirken. Der Große Zapfenstreich besteht seit der ersten Aufführung 1838 in Preußen durch W. Wieprecht aus einer vorangehenden Serenade, die Werke großer Meister und besonders Lieblingsmelodien des mit dem Zapfenstreich zu Ehrenden enthält, und dem eigentlichen Zapfenstreich mit der Folge: Locken, Zapfenstreichmarsch, Harmonischer Zapfenstreich der Reiterei (die „3 Posten“), Zeichen zum Gebet, Gebet („Ich bete an die Macht der Liebe ...“), Abschlagen nach dem Gebet, Ruf nach dem Gebet (dem Amen in der Liturgie entsprechend), Nationalhymne.
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