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LEXIKON

Yoga

[ˈjo:ga; sanskritisch „Vereinigung“]
in der altindischen Philosophie und im Buddhismus ein spiritueller Weg, der auf der Grundlage von Meditation und Askese zur Erleuchtung führen soll. Höchster Zustand des Yoga (Samadhi, buddhistisch: Dhyana) ist die Unabhängigkeit der Seele vom Leib, von Affekten und Wünschen, die Vereinigung mit dem Atman. Die Yogatechnik besteht in Konzentrations- und Atmungsübungen sowie in Körperhaltungen (Asanas) mit dem Ziel völliger Herrschaft über den Körper, besonders über Organe, die normalerweise dem Willenseinfluss entzogen sind. Die positiven Auswirkungen der Übungen auf das allgemeine Wohlbefinden wurden bald erkannt und Yoga zunehmend als Therapieform bei körperlichen Beschwerden eingesetzt. In der westlichen Welt wird Yoga seit den 1970er Jahren vor allem als Entspannungs- und körperliche Trainingsmethode (Hatha-Yoga) angewendet. Weiterentwicklungen des klassischen Yoga sind u. a. das dynamischere Kundalini-Yoga, das individuell angepasste Vini-Yoga oder die fließenderen Übungen des TriYogas.
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