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LEXIKON

Wohnung

die dem Menschen als Schutz gegen Witterungsunbilden dienende und seinem Privatleben vorbehaltene ein- oder mehrräumige Unterkunft; in den ältesten Formen außer den Höhlen ein Windschirm (eventuell über einer in der Erde eingetieften Wohngrube) in halbrunder oder pultdeckelartiger Gestalt. Daraus entwickelten sich Zelt, Hütte und Haus in Rund- und Rechteckform, z. B. Kegelzelt (Nordasien, Prärie-Indianer), Kuppelzelt (Jurte, Kibitka), Kugelhütte (afrikanische Pygmäen, Feuerländer), Kuppel- oder Bienenkorbhütte (Pontok Südafrikas, östliches Nordamerika, Chaco, Iglu der Eskimo), Kegeldachhaus (Afrika, Neuguinea, Neukaledonien, versenkt in den Erdboden in Britisch-Kolumbien, Nordostasien), Ovalhaus, Rechteckzelt (Nomaden Nordafrikas), Firsthütte (Kalifornien, Amurgebiet, einzelne Kongostämme), Rechteckhaus als Giebeldachhaus (westliches Bantu, Osten und Nordwesten Nordamerikas, Altperu), Walmdachhaus, Satteldachhaus (am Sepik Neuguineas), Pultdachhaus (Marquesas-Inseln), Tonnendachhaus (Nordafrika) und Flachdachhaus (Tembe Ostafrikas, Arabien). Sonderformen sind Hausboot (China), Baumhaus (Tschadseegebiet, Neuguinea) und Pfahlbauten.
Die Anforderungen, die an eine Wohnung gestellt werden, richten sich nach Klima und Kulturstufe. Seit dem 19. Jahrhundert sind die an Wohnungsgröße und Wohnungseinrichtung (Komfort) gestellten Ansprüche stetig gestiegen. Der moderne Wohnungsbau trägt besonders den Erfordernissen der Hygiene und der Zweckmäßigkeit Rechnung.
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