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LEXIKON

Windpocken

Varizellen
meist im Kindesalter auftretende hoch ansteckende meldepflichtige, aber harmlose Infektionskrankheit mit Fieber und stark juckendem Hautausschlag. Erreger ist das Varicella-Zoster-Virus. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion, Ansteckungsgefahr besteht schon 2 Tage vor Auftreten des Ausschlags und hält an, bis die letzten Bläschen eingetrocknet und verkrustet sind. Die Krankheit bricht nach einer Inkubationszeit von 1416 Tagen mit mäßigem Fieber aus. Anfänglich tritt überwiegend im Gesicht, dann schubweise auf der Brust, an Bauch und Rücken ein Hautausschlag auf, aus dem sich zunächst einzeln stehende, später sich vereinende Bläschen und dann Pusteln mit gelblich-bräunlicher Kruste entwickeln, die nach 23 Wochen abfallen. Der Ausschlag heilt von allein meist narbenfrei ab. Komplikationen wie eine Mittelohrentzündung oder eine Hirnhautentzündung sind selten. Die Therapie ist symptomatisch und besteht vor allem in der Linderung des Juckreizes. Nach einer durchgemachten Windpockenerkrankung besteht lebenslange Immunität bzw. Teilimmunität, d. h., durch Reaktivierung des Virus kann später eine Gürtelrose entstehen. Für Schwangere und gefährdete Neugeborene gibt es eine vorbeugende Immunglobulintherapie.
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