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LEXIKON

Wer die Nachtigall stört

  • Deutscher Titel: Wer die Nachtigall stört
  • Original-Titel: TO KILL A MOCKINGBIRD
  • Land: USA
  • Jahr: 1963
  • Regie: Robert Mulligan
  • Drehbuch: Horton Foote
  • Kamera: Russell Harlan
  • Schauspieler: Gregory Peck, Brock Peters, Robert Duvall, Mary Badham
  • Auszeichnungen: Oscar 1963 für Hauptdarsteller (Peck)
Die Debatte um die Gleichberechtigung der Schwarzen in den USA schlägt sich in zahlreichen Filmproduktionen nieder. Robert Mulligan stellt in seinem Film nicht nur die Ressentiments der Weißen dar, sondern geht auf die Konflikte ein, die ein Weißer durchsteht, der für einen Schwarzen Partei ergreift. 1932 kommt im Süden der USA ein Schwarzer (Brock Peters) vor Gericht. Er wird fälschlich beschuldigt, eine weiße Frau vergewaltigt zu haben. Rechtsanwalt Atticus Finch (Gregory Peck) übernimmt die Verteidigung. Obwohl sich herausstellt, dass der Rassist Boo Radley (Robert Duvall) der Täter war, wird der Angeklagte erschossen.
Mit nostalgischen Elementen und einem weißen Sympathieträger bringt Mulligan seinem Publikum das heikle Thema nahe. Er schildert sehr realistisch den alltäglichen Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft, den der Anwalt und seine Familie erleben. »Wer die Nachtigall stört« ergreift Partei für die US-Bürgerrechtsbewegung. Der Film findet daher in den USA eine zwiespältige Aufnahme. In Europa, wo die Rassenfrage keine große Brisanz hat, wird Mulligan vor allem wegen seiner einfühlsamen Regie gelobt.
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