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LEXIKON

Weltklimakonferenzen

Vertragsstaatenkonferenzen der Klimarahmenkonvention; UN-Klimakonferenzen; Welt-Klimagipfel
unter der Führung der Vereinten Nationen jährlich veranstaltete internationale Konferenzen zum Schutz des Klimas. Ziel ist es, Maßnahmen zur Eindämmung der globalen Klimaerwärmung zu beschließen. Als Ursache hierfür gilt die verstärkte Emission von Treibhausgasen, zu denen Kohlendioxid (CO2), verschiedene Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Methan, Ozon, Wasserdampf und Lachgas zählen. Kann keine Reduktion erreicht werden, rechnen Experten bis zum Jahr 2100 mit einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um 1,16,4 °C, was ein Abschmelzen des grönländischen Eispanzers einleiten dürfte und einen erheblichen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge hätte. Bis zu 90% der Dauerfrostböden könnten oberflächlich auftauen und dann zusätzlich klimawirksames Methan freisetzen.
1992 wurde ein erstes internationales Übereinkommen zum Klimaschutz (Klimarahmenkonvention) auf der Umweltkonferenz von Rio de Janeiro erarbeitet. Eine wichtige Etappe im Klimaschutz war das Kyoto-Protokoll, das 1997 verabschiedet wurde und die Verpflichtung der Industrieländer enthält, ihre gemeinsamen Treibhausgase innerhalb von 2008 bis 2012 gegenüber 1990 um 5,2% zu reduzieren. Für jedes Industrieland wurden dabei spezifische Reduktionsziele für Treibhausgase festlegt (Emissionsreduktionsverpflichtungen). Allerdings haben sich die USA, die für ca. ein Viertel des globalen Treibhausgasausstoßes verantwortlich sind, dem Kyoto-Protokoll nicht angeschlossen, und Australien unterzeichnete das Abkommen erst 2007 zur Weltklimakonferenz auf Bali. Ungeachtet der Vereinbarungen steigen die Emissionen von Kohlendioxid und Lachgas weiter unvermindert an. Ziel aller folgenden Weltklimakonferenzen war es, ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zu entwickeln. Dies wurde jedoch immer wieder hinausgeschoben. Es wurde lediglich als erstrebenswertes Ziel anerkannt, die maximale Klimaerwärmung nicht über 2 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau steigen zu lassen. Da es auch 2011 in Durban (Südafrika) nicht gelang, ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll mit konkreten Reduktionszielen zu beschließen, einigte man sich lediglich auf eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls über das Jahr 2012 hinaus sowie die Erarbeitung eines Weltklimaabkommens bis zum Jahr 2015, das 2020 in Kraft treten soll und das erstmals auch die USA, China und Indien als verbindlich anerkennen wollen. Im Anschluss an die Konferenz stieg Kanada als erstes Land vorzeitig aus dem Kyoto-Protokoll aus. Agenda 21.
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Die größte globale Herausforderung des 21. Jahrhunderts

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