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LEXIKON

Weisenborn

Günther, Pseudonym Eberhard Foerster, deutscher Schriftsteller und Dramaturg, * 10. 7. 1902 Velbert,  26. 3. 1969 Berlin; als Widerstandskämpfer 19421945 in Haft; Mitgründer des Berliner Hebbel-Theaters; schrieb zeitkritische Dramen: „U-Boot S 4“ 1928; „Die Illegalen“ 1946; „Die Familie von Makabah“ (postum) 1970. Erzähltes: „Die Furie“ 1937; „Memorial“ 1946; „Der Verfolger“ 1961; „Der gespaltene Horizont“ 1964. Dokumentation: „Der lautlose Aufstand“ 1953; Drehbücher und Hörspiele.
Weisenborn, Günther
Günther Weisenborn
  • Erscheinungsjahr: 1946
  • Veröffentlicht: Deutschland
  • Verfasser:
    Weisenborn
    , Günther
  • Deutscher Titel: Die Illegalen
  • Genre: Schauspiel in drei Akten
Während in den meisten anderen deutschen Dramen der Nachkriegszeit das Kriegsthema für die Kritik am Faschismus genutzt wird, stellt Günther Weisenborn (* 1902,  1969) Mitglieder der organisierten Widerstandsbewegung als dramatische Hauptgestalten vor. Weisenborn, der 1942 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und bis zur Befreiung durch die Rote Armee im Zuchthaus Luckau inhaftiert war, hatte schon vor dem Zweiten Weltkrieg zeitkritisch-satirische Dramen (»U-Boot S 4«, »Die Neuberin«) und Romane (»Das Mädchen von Fanö«) veröffentlicht. Das Drama »Die Illegalen« wird am 21. März im Berliner Hebbel-Theater, das Weisenborn mitgegründet hat und dessen Chefdramaturg er ist, aufgeführt. Zwei isoliert voneinander arbeitende Widerstandsgruppen versuchen, während des Krieges in Berlin miteinander Kontakt aufzunehmen; dies gelingt Lill und Walter, die sich zwar kennen, aber nicht wissen, dass sie jeweils einer anderen Gruppe angehören. Weisenborn geht es in seinem Stück um die Darstellung der individuellen Tragik der Widerstandskämpfer.
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