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LEXIKON

Wasserkreislauf

Wasserkreislauf (Schema)
Wasserkreislauf (Schema)
die Zirkulation des Wassers zwischen Meer, Atmosphäre und Festland in der Abfolge Verdunstung, Kondensation (Wolkenbildung), Niederschlag, ober- und unterirdischen Abfluss. Man unterscheidet einen großen oder äußeren Wasserkreislauf (Verdunstung über dem Meer, Niederschlag über dem Land, Abfluss des Niederschlagswassers zum Meer) und mehrere kleine oder innere Kreisläufe (Verdunstung und Niederschlag über dem Meer bzw. über dem Land), die sich in die große Zirkulation eingliedern. Dabei geht kein Wasser verloren, denn auch auf dem Festland versickerndes Wasser gelangt über die pflanzliche Transpiration wieder in die Atmosphäre oder als Quellwasser über Flüsse wieder in die Meere. Dies geschieht allerdings mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung. Am längsten kann das Land Wasser in Form von Gletschereis speichern. Wasser ist für den Energieausgleich zwischen den Klimazonen wichtig. Im globalen Wasserkreislauf wird es 34-mal im Jahr umgeschlagen. Von den 500 000 km3 globaler Jahresniederschläge gehen rund 80% auf den Ozeanen nieder. Knapp zwei Drittel der kontinentalen Niederschläge gelangen über Verdunstung wieder in die Atmosphäre, nur rund 40 000 km3 fließen ober- bzw. unterirdisch wieder den Meeren zu.
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