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LEXIKON

Wrschau

polnisch Warszawa
Warschau: Sigismundsäule
Sigismundsäule
Eines der bekanntesten Wahrzeichen Warschaus ist die Sigismundsäule auf dem Schlossplatz. Das 1644 fertig gestellte Denkmal ehrt König Sigismund III.
Hauptstadt der Republik Polen und der Wojewodschaft Mazowieckie, an der Weichsel, 1,7 Mio. Einwohner; Bildungs-, Kultur- und Wirtschaftszentrum; katholischer Erzbischofssitz; zwei Universitäten, Akademie der Wissenschaften, technische u. a. Hochschulen, Oper, zahlreiche Theater, Museen und Bibliotheken; historische Altstadt (Weltkulturerbe seit 1980): Schlossplatz mit Königsschloss und Sigismundsäule, St.-Johannes-Kathedrale, Jesuitenkirche, Altstadtmarkt mit Renaissance- und Barockhäusern; vielseitige Industrie: Maschinen- und Fahrzeugbau, Metall- (u. a. Edelstahlhütte), elektrotechnische, chemische, pharmazeutische, Textil-, Papier-, Leder- und Nahrungsmittelindustrie, Herstellung von Präzisions- und elektronischen Geräten, Verlage; internationale Buchmesse, Börse; Tourismus; Verkehrszentrum, internationaler Flughafen.

Geschichte

1313 zum ersten Mal urkundlich erwähnt; im 16./17. Jahrhundert Sitz der polnischen Könige, 1596 von König Sigismund III. zur polnischen Hauptstadt erhoben; seitdem war die bisherige polnische Hauptstadt Krakau nur noch Krönungsstadt. Nach der 3. Polnischen Teilung 1795 fiel Warschau an Preußen; 1806 von den Franzosen besetzt, Hauptstadt des von Napoleon geschaffenen Herzogtums Warschau; seit 1815 nach dem Wiener Kongress Hauptstadt Kongresspolens (das polnische Königreich war in Personalunion mit Russland verbunden), 1830/31 und 1863/64 Schauplatz polnischer Aufstände; 19151918 von deutschen Truppen besetzt; seit 1918 Hauptstadt der Republik Polen. Unter deutscher Besetzung (seit 1939) kam es im April/Mai 1943 zum Aufstand der Juden im Warschauer Getto, im AugustOktober 1944 zum Warschauer Aufstand. Im 2. Weltkrieg wurde Warschau zu 84% zerstört, bis 1963 weitgehend wieder aufgebaut, zum großen Teil stilgetreu.
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