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LEXIKON

Völkerpsychologie

seit Mitte des 19. Jahrhunderts die wissenschaftliche Erfassung des seelisch-geistigen Gepräges von Großgruppen. Die Entwicklung dieser Disziplin, vorbereitet durch Hegels Lehre vom objektiven Geist, erfolgte vor allem durch H. Steinthal, M. Lazarus und W. Wundt. Gegenstand der älteren Völkerpsychologie war der „Volksgeist“, d. h. das Überindividuelle der Angehörigen eines Volks in Sprache, Religion, Mythos, Kunst, Rechtsordnung und Sitte. Die neuere Völkerpsychologie richtet sich auf Beschreibung und Bedingungsanalyse der charakteristischen Erlebnis- und Verhaltensweisen verschiedener Großgruppen, insbesondere Kulturen (Kulturpsychologie).
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