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LEXIKON

Vidor

[
viˈdɔ:
]
King Wallis, US-amerikanischer Filmregisseur, * 8. 2. 1894 Galveston, Tex.,  1. 11. 1982 Paso Robles, Calif.; wurde bekannt durch sozialkritische und visuell anspruchsvolle Filme: „Die große Parade“ 1925; „Ein Mensch der Masse“ 1928; „Hallelujah“ 1929; „Unser täglich Brot“ 1934; „Die Zitadelle“ 1938; „Duell in der Sonne“ 1946; „Krieg und Frieden“ 1956.
  • Deutscher Titel: Ein Mensch in der Masse
  • Original-Titel: THE CROWD
  • Land: USA
  • Jahr: 1928
  • Regie: King Vidor
  • Drehbuch: King Vidor
  • Kamera: Henry Sharp
  • Schauspieler: Eleanor Boardman, James Murray, Bert Roach
Mit »Ein Mensch in der Masse« präsentiert King Vidor einen für Hollywood-Verhältnisse ungewöhnlich realistischen und kritischen Film, der sogar, entgegen vielen Befürchtungen, kein Verlustgeschäft wird.
Der Film handelt von einem optimistischen jungen Mann, der in New York sein Glück sucht und zunächst auch findet. Der Tod seiner kleinen Tochter wirft ihn aber völlig aus der Bahn. Die anonyme Massengesellschaft, mit der er vorher scheinbar gut zurechtkam, lässt ihn jetzt im Stich.
  • Deutscher Titel: Unser täglich Brot
  • Original-Titel: OUR DAILY BREAD
  • Land: USA
  • Jahr: 1934
  • Regie: King Vidor
  • Drehbuch: King Vidor, Elizabeth Hill, Joseph L. Mankiewicz
  • Kamera: Robert Planck
  • Schauspieler: Tom Keene, Karen Morley, Addison Richards
Der Film spielt in den USA zur Zeit der Depression. John Sims (Tom Keene) und seine Frau Mary (Karen Morley) sind arbeitslos Gemeinsam mit anderen Erwerbslosen bewirtschaften sie eine Farm, überstehen die Hungerperiode und bauen einen Kanal, der den Erfolg ihrer Arbeit dauerhaft sichert.
Regisseur King Vidor unternimmt mit »Unser täglich Brot« den Versuch, das Thema Arbeitslosigkeit filmisch darzustellen und Auswege aufzuzeigen. Der Streifen von Vidor mit eigenem Geld produziert, da die großen Filmgesellschaften den Stoff ablehnten bringt ihm von der rechtsgerichteten Hearst-Presse den Vorwurf kommunistischer Propaganda ein.
  • Deutscher Titel: Duell in der Sonne
  • Original-Titel: DUEL IN THE SUN
  • Land: USA
  • Jahr: 1946
  • Regie: King Vidor
  • Drehbuch: David O. Selznick, nach einem Roman von Niven Bush
  • Kamera: Lee Garmes, Harold Rosson, Ray Rennahan
  • Schauspieler: Jennifer Jones, Gregory Peck, Joseph Cotten
Filmproduzent David O. Selznick bringt den 30-Millionen-US-Dollar-Film »Duell in der Sonne« in die Kinos. Stars, Massenszenen und imposante Farben prägen den melodramatischen Edelwestern, der ein Publikumserfolg wird, in der Kritik aber umstritten ist.
Das Halbblut Pearl (Jennifer Jones) wächst bei ihrer Tante Laura und deren Sohn Jesse (Joseph Cotten) auf. Jesse verliebt sich in die eigenwillige Frau, die wegen ihrer indianischen Herkunft häufig auf Ablehnung stößt. Die Zurückweisung personifiziert sich in Jesses Bruder Lewt (Gregory Peck), der ihre Hassliebe zu ihm ausnutzt. Obwohl er sich selbst zu ihr hingezogen fühlt, kann er seinen rassistischen Dünkel nicht überwinden. Die Gegensätze eskalieren und enden in einem dramatischen Finale mit dem Tod von Lewt und Pearl. Da Selznick Regisseur King Vidor keine Handlungsfreiheit gewährte, stieg dieser während der Arbeit aus. Das Ergebnis sind Brüche in der Dramaturgie und ein Pathos, das stellenweise lächerlich wirkt.
  • Deutscher Titel: Krieg und Frieden
  • Original-Titel: WAR AND PEACE
  • Land: USA
  • Jahr: 1956
  • Regie: King Vidor
  • Drehbuch: Bridget Boland, Robert Westerby, King Vidor, Mario Camerini, Ennio de Concini, Ivo Perilli, nach dem Roman von Leo Tolstoi
  • Kamera: Jack Cardiff
  • Schauspieler: Audrey Hepburn, Henry Fonda, Mel Ferrer, Anita Ekberg
Der Film thematisiert die Zustände in
Russland
zur Zeit der napoleonischen Eroberungskriege und schildert die Auswirkungen der Kämpfe auf die einzelnen Menschen.
King Vidor stellt nach dem Tolstoi-Roman einen aufwändigen, dreistündigen Monumentalfilm her, der im Gegensatz zur siebenstündigen russischen Produktion (1967) die Literatur-Vorlage arg strafft. Das Staraufgebot des Films meisterhaft Audrey Hepburn als Natascha Rostowa kann allerdings nicht davon ablenken, dass Vidor sich mehr für die Kampfszenen interessiert als für die Einzelschicksale. In den Massenszenen allerdings überzeugt die Effektsicherheit.
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