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LEXIKON

Vereinigungskriminalität

Straftaten, die mit der deutschen Wiedervereinigung in direktem Zusammenhang stehen. Unter Vereinigungskriminalität im weiteren Sinne werden diejenigen Straftaten gefasst, die in ihren Erscheinungsformen zwar nicht neu sind, aber durch die Besonderheiten der Umstrukturierung in den neuen Bundesländern eine neue Qualität erreicht haben.
Die Verfolgung von Vereinigungskriminalität gestaltet sich u. a. wegen der zwischenzeitig ungeklärten Rechtslage äußerst schwierig. Bekannt sind Betrugshandlungen mit Transferrubel und zum Nachteil der Treuhand-Gesellschaft sowie bei der Umwandlung oder Auflösung von ehemals landwirtschaftlichen Genossenschaften (LPG); vermutet werden auch Untreuedelikte mit Vermögen des Ministeriums für Staatssicherheit und illegale Geschäfte mit Versorgungsgütern der ehemaligen Nationalen Volksarmee.
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