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LEXIKON

Venezinische Schule

Musik
eine Gruppe von Komponisten in Venedig zwischen etwa 1530 und 1620, die unter dem Einfluss der franko-flämischen Schule die wichtigsten Gattungen der Barockmusik entwickelte; begründet von A. Willaert (seit 1527 Kapellmeister an San Marco). Zu ihren bedeutendsten Repräsentanten gehören C. de Rore, G. Zarlino, C. Monteverdi sowie A. und G. Gabrieli. Zu den Neuerungen der Venezianischen Schule zählen das imitatorische Ricercar, die Ausformung des Madrigals und der Kanzonette sowie insbesondere die Mehrchörigkeit, deren Ausbildung zu einem kontrastreichen, akkordischen Tonsatz durch die räumlichen Gegebenheiten der Markuskirche gefördert wurde. Es entstand erstmals eine eigenständige, rein instrumentale Kunstmusik.
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