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LEXIKON

Valerin

Publius Licinius Valerianus
römischer Kaiser 253260, * um 199,  nach 260 (?); vom Heer zum Kaiser ausgerufen, ernannte seinen Sohn Gallienus zum Mitkaiser; kämpfte gegen die Goten, Quaden und Sarmaten auf dem Balkan
Barbaren an den Grenzen
Barbaren an den Grenzen
Der römische Beamte Aurelius Victor beschreibt im 4. Jahrhundert rückblickend die Barbareneinfälle während der Kaiserzeit des Gallienus (Mitte 3. Jahrhundert). Seine Regierungszeit ist gekennzeichnet durch eine fast ständige Kriegsführung im Rhein- und Donaugebiet:

Die Goten drangen, ohne Widerstand zu finden, nach Thrakien vor und besetzten Makedonien, Achaia und die benachbarten Gebiete Asiens, die Parther Mesopotamien, der Orient war in der Hand von Räubern oder unter der Herrschaft einer Frau. Die Macht der Alemannen erstreckte sich damals in ähnlicher Weise auf Italien, Frankenstämme plünderten Gallien und setzten sich in Spanien fest, wo sie die Stadt Tarraco verwüsteten und fast völlig plünderten; ja, ein Teil von ihnen drang auf Schiffen, die ihnen in die Hände gefallen waren, bis nach Afrika vor; verloren ging alles, was Traianus jenseits der Donau erobert hatte. So wurde wie von Stürmen, die von allen Seiten wüteten, auf dem ganzen Erdkreise alles, Kleines und Großes, Unterstes und Oberstes, durcheinandergeworfen. Zugleich drang auch noch die Pest in Rom ein ..."

und gegen die Alemannen, die den obergermanisch-rätischen Limes überschritten (256); unternahm 257 einen Vorstoß gegen die Perser, wurde 260 von ihnen bei Edessa geschlagen und gefangen genommen; 257/258 Christenverfolgung.
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