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LEXIKON

Unterhalt

Düsseldorfer Tabelle
Düsseldorfer Tabelle
Nettoeinkommen des
Zahlungspflichtigen1
(in Euro)
Kindesunterhalt2 (in Euro, nach Altersstufen)
05 Jahre611 Jahre1217 Jahreab 18 Jahren
bis 1500317364426488
15011900333383448513
19012300349401469537
23012700365419490562
27013100381437512586
31013500406466546625
35013900432496580664
39014300457525614703
43014700482554648742
47015100508583682781
über 5101nach den Umständen des Falles
Stand: 1.1.2010
1) Berufsbedingte Aufwendungen, die sich von den privaten Lebenshaltungskosten eindeutig abgrenzen lassen, sind vom Nettoeinkommen abzuziehen, ebenso wie Schulden. 2) Wenn ein Partner unterhaltspflichtig ist gegenüber dem Ehegatten und zwei Kindern, wobei der Ehegattenunterhalt zusätzlich festgelegt wird; dabei muss dem Unterhaltspflichtigen ein angemessener Betrag, der eine ausgewogene Verteilung des Einkommens gewährleistet, verbleiben (so genannter Bedarfskontrollbetrag). Quelle: Oberlandesgericht Düsseldorf
die erforderlichen Mittel für die gesamte Lebensführung. Eine Verpflichtung, einem anderen Unterhalt zu gewähren (Unterhaltspflicht), besteht nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland zwischen Verwandten in gerader Linie und Ehegatten; unter Verwandten auch nur, soweit durch die Unterhaltsgewährung der angemessene Unterhalt des Unterhaltspflichtigen selbst nicht gefährdet wird. Erst wenn keine Unterhaltspflichtigen vorhanden sind, tritt die öffentliche Sozialhilfe ein. Besonders geregelt ist die Unterhaltspflicht bei Getrenntleben der Ehegatten sowie nach einer Ehescheidung. In der Regel wird der Unterhalt nach der sog. Düsseldorfer Tabelle berechnet. Der 2008 bundesweit neu geltende gleiche gesetzliche Mindestunterhalt für minderjährige Kinder (§ 1612a BGB) wurde in der Düsseldorfer Tabelle (letzte Fassung 2010) berücksichtigt. Die Neuregelung gibt dem Kindesunterhalt Vorrang vor allen anderen Unterhaltsansprüchen, Ansprüche Erwachsener sind demgegenüber nachrangig. Untereinander haben hier kinderbetreuende Elternteile Vorrang, wobei Ehegatten aus erster, zweiter Ehe oder der nicht verheiratete Lebenspartner gleich behandelt werden.
Ähnlich in Österreich und in der Schweiz.
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