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LEXIKON

Tschngis Chan

[-xa:n]
Dschingis Khan; Dschingiz-Khan; Dschengis-Chan; Čingiz-Han
Tschingis Chan
Tschingis Chan
Mongolen: Reiche und Feldzüge (13.-16. Jh.)
Mongolen: Reiche und Feldzüge
Mongolenherrscher, eigentlich Temudschin („Schmied“), * 1167 (?),  18. (?) 8. 1227; der Sohn eines Stammesfürsten erlangte nach mehrjährigen Auseinandersetzungen die Oberherrschaft über den Stamm Mongchol (daraus Mongolen). Anschließend unterwarf er rivalisierende turkmongolischen Stämme, schloss sie zu einem Verband zusammen und ließ sich mit dem Titel Tschingis Chan zum uneingeschränkten Führer erheben. Er organisierte ein diszipliniertes Reiterheer und betrieb in der Folgezeit eine Politik der militärischen Expansion. Bis 1211 besiegte Tschingis Chan Uiguren und Tanguten. Danach eroberten seine Truppen Nordchina, 1215 auch Peking. 1218 fiel das Kara-Chitai-Reich am Balchaschsee. Danach folgte die Unterwerfung des islamischen Innerasiens: Buchara und Samarkand (1220) wurden eingenommen und das Choresmische Reich zerstört. 1223 blieben die mongolischen Truppen in der Schlacht an der Kalka, in der heutigen Südukraine, erfolgreich. Tschingis Chan festigte das Mongolische Reich mit der Hauptstadt Karkorum durch eine strenge Gesetzgebung. 1227 starb er nach einer Strafexpedition gegen die Tanguten. Das von ihm begründete Weltreich reichte vom Chinesischen Meer bis an die Grenzen Europas. Seine Söhne setzten die Expansionspolitik fort.Mongolen (Geschichte).
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