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LEXIKON

Tracht

Zoologie
äußere Merkmale eines Tiers (z. B. Form, Färbung, Zeichnung), die Signalcharakter haben. Die Schutztracht umfasst die Merkmale, die ein Tier vor den Feinden zu schützen vermögen, die sich nach ihrem Gesichtssinn richten: Tarntrachten passen das Tier in Färbung und Form seiner Umgebung an: Farbanpassung (Farbwechsel, Homochromie), unauffällige Umgebungstracht, Nachbildung von belebten oder unbelebten Teilen der Umgebung (Mimese), Auflösen der Körperkonturen durch bestimmte Zeichnung (Somatolyse); Warntrachten dienen der Abschreckung von Feinden durch auffällige Färbung oder Zeichnung (Ungewohnttracht, Drohfärbung), Ähnlichkeit ungeschützter Tiere mit geschützten (Mimikry). Die Locktracht dient zum Anlocken der Beute bei räuberischen Tieren, z. B. Blütenähnlichkeit tropischer Fangschrecken (Mantiden). Die Schmucktracht dient als Erkennungszeichen gegenüber Artgenossen.
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