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LEXIKON

Töpferei

Herstellung von Gegenständen und Gefäßen aus Töpferton auf einer tischartigen, runden Töpferscheibe (in Vorderasien und Ägypten bereits um 3500 v. Chr. bekannt, in Nordeuropa erst um 1000 v. Chr.). Der sorgfältig angemachte Tonbatzen wird auf die Töpferscheibe aufgebracht, zentriert und mit der Hand oder mit Schablonen geformt. Die Rohwaren werden gebrannt, oft bemalt oder glasiert.
Schon im Altertum wurden Töpferwaren aus Ton von hoher künstlerischer Qualität geschaffen. Die Ausschmückung der Gefäße erfolgte anfänglich durch Einbuckelungen der Oberfläche; das Einritzen von Ornamenten mit dem Modellierholz war ein weiterer Schritt in der Dekoration der Tonwaren; es folgten die Politur der Oberfläche, der Beguss (Engobe) und schließlich die Glasur.
Die Herstellung von Tongefäßen ohne Töpferscheibe gehört zu den ältesten Kulturtechniken und wird in drei verschiedenen Verfahren ausgeführt. Bei der Treibtechnik entsteht das Gefäß aus einem Tonklumpen, der unter Drehen mit den Händen geformt wird. Bei der Spiralwulsttechnik wird ein langer Tonwulst in Spiralen aufeinander gelegt und dann verstrichen. Bei der Lappentechnik werden größere Tonfladen aneinander gefügt und dann verstrichen; Keramik.
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