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LEXIKON

Tmur

Timur Läng
Timur Läng
Mongolen: Reiche und Feldzüge (13.-16. Jh.)
Mongolen: Reiche und Feldzüge
mongolischer Herrscher, mit dem Beinamen Läng („der Lahme“), in Europa auch Tamerlan genannt, * 8. 4. 1336 (nach der Tradition überliefert) Käsch, südlich von Samarkand,  18. 2. (n. a. A. 19. 1.) 1405 Otrar (auf einem Feldzug nach China); der aus turkmonglischem Adel stammende Timur war anfangs Parteigänger und Vertrauter des Statthalters von Transoxanien Ilyas Khodja, der seine Abstammung auf Tschingis Chan zurückführte. Später wandte sich Timur dann gegen Ilyas Khodja, eroberte bis 1370 ganz Transoxanien und erklärte sich zum rechtmäßigen Nachfoger Tschingis Chans, ohne selbst dessen Titel anzunehmen, der Mitgliedern der Familie vorbehalten war. Seit 1388 führte Timur den Sultanstitel.
Timur eroberte in grausamen Kriegszügen 13821393 Iran und Kaukasien, besiegte die Goldene Horde in Südrussland (1391 und 1395) und führte 1398 einen Plünderungsfeldzug gegen das Sultanat von Delhi. 1400/01 besiegte er in Syrien den Mamluken-Sultan von Ägypten, nahm Bagdad ein und schlug 1402 bei Ankara den osmanischen Sultan Bajezid I.
Timur machte Samarkand zur Hauptstadt seines Reiches, zog die bedeutendsten islamischen Künstler seiner Zeit an seinen Hof und schuf große Bewässerungsanlagen. Nach seinem Tod während eines China-Feldzuges zerfiel sein Reich und seine Nachfolger (Timuriden) herrschten nur noch in Transoxanien und Nordostiran. Mit Timur endeten die seit dem 5. Jahrhundert aus Innerasien kommenden Nomadenzüge.
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