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LEXIKON

Thyssen will Hitler als Kanzler

Thyssen will Hitler als Kanzler
Nach der Reichstagswahl am 6. 11. 1932, die der NSDAP Stimmenverluste, der KPD -gewinne einbrachte, betrieb der Großindustrielle Fritz Thyssen energisch die Kanzlerschaft Adolf Hitlers. Am 11. 11. 1932 schrieb er:

Der Nationalsozialismus kennt nur einen Führer, dessen Gedankengut das Fundament der Bewegung darstellt und der allein berufen ist, über alle Kompromisse und Hindernisse hinweg Deutschland die Staatsform zu geben, die nach menschlichem Ermessen allein im Stande ist, dem Umsturz und der Vernichtung der europäischen Zivilisation die Stirn zu bieten.
Täuschen wir uns darüber nicht, die Ereignisse sind zu weit vorangeschritten, als ob es noch Möglichkeiten für Kompromisse grundsätzlicher Art gäbe. Das wahre Gedankengut des Nationalsozialismus in die Tat umzusetzen, vermag nur Adolf Hitler.
Der letzte Wahlkampf hat bewiesen, welchen Gefahren eine von so hochidealen Motiven getragene Bewegung ausgesetzt ist, wenn die Erörterung der Ziele Gemeingut einer großen Masse wird.
...
Einigt man sich auf Hitler als Kanzler, so glaube ich, rein persönlich gesprochen, dass man sich über die Ziele seiner Politik ... einigen könnte.
Hier handelt es sich primär darum, zu entscheiden, dass Arbeit und nicht Kapital das Primäre ist und dass das mobile Kapital sich genauso dem Allgemeinwohl unterzuordnen hat, wie das zum Beispiel für den Preis von Brot gilt.
Ich würde es tief beklagen, wenn... wieder Zeit verloren würde.
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