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LEXIKON

Théâtre du Soleil

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1964 von der französischen Regisseurin A. Mnouchkine gegründetes Theaterkollektiv, das als politisches Theater an die Tradition des Volkstheaters anknüpft. In mehrmonatigen Proben werden die Inszenierungen erarbeitet, die Formen der Commedia dellarte, des Zirkus sowie des asiatischen Theaters miteinander verbinden; die Texte selbst dienen nur als lose Vorgabe für das Spiel. Die größten Erfolge, mit denen das Théâtre du Soleil auch auf Auslandstournee ging, waren „1789“ (1970), das die Ereignisse der Französischen Revolution aus der Sicht des Volkes schildert, „Lâge dor“ („Das goldene Zeitalter“ 1975), das sich mit der sozialen und politischen Realität Frankreichs während der 1970er Jahre beschäftigt, sowie „Molière“ (1976) nach dem Roman von M. A. Bulgakow. Nach einer Phase extensiver Beschäftigung mit Shakespeare (19811984) erfolgte ab 1985 mit der Verpflichtung der Philosophin und Schriftstellerin H. Cixous als Hausautorin eine verstärkte Hinwendung zu den Dramen der griechischen Antike, die in Beziehung zu aktuellen gesellschaftl. und politischen Entwicklungen in Frankreich gesetzt wurden.
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