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LEXIKON

Tessn

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Schweiz: Kantone
Schweiz: Kantone
südschweizerischer Kanton zwischen St.-Gotthard-Massiv und dem Rand der Poebene, die „italienische Schweiz“, 2812 km2, 312 000 Einwohner, Hauptstadt Bellinzona. Der Kanton wird gegliedert in das Sopraceneri im Norden und, jenseits der Passschwelle des Monte Ceneri, in das Sottoceneri im Süden beiderseits des Luganer Sees. Das Klima ist nach Süden zunehmend mediterran bestimmt und weist sonnige, trockenwarme Sommer auf, günstig für den Fremdenverkehr. Seine Zentren sind die Orte am Lago Maggiore und am Luganer See. Die Landwirtschaft betreibt neben Ackerbau und Almwirtschaft besonders im Süden auch Gemüse-, Wein- und Obstanbau (Südfrüchte, Edelkastanien). Die Industrie produziert Textilien, Tabakwaren und Nahrungsmittel (Teigwaren, Wurst, Schokolade), ferner stellt sie Metallwaren, Maschinen, Uhren und chemische Produkte her. Energie liefern die Kraftwerke Lucendro, Ritom, Blenio, Maggia.

Geschichte

Im Frühmittelalter war das Tessin zuerst Teil des Langobarden-, ab 774 des Frankenreichs. Nach dessen Zerfall wurden das Mailänder Domkapitel und das Bistum Como zu den bis ins 15. Jahrhundert dominierenden Gewalten. 14031521 unterwarfen die eidgenössischen Orte das heutige Kantonsgebiet. Die 1798 geschaffenen helvetischen Kantone Lugano und Bellinzona wurden mit der Mediationsakte 1803 durch den Kanton Tessin abgelöst. Im 19. Jahrhundert prägten z. T. gewaltsame Konflikte zwischen Radikalen und Konservativen die bis 1892 von zahlreichen Verfassungsänderungen begleitete Politik.
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