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LEXIKON

Tea-Party-Bewegung

[ˈti:-ˈpa:ti-]
politische Protestbewegung mit anti-etatistischer, rechtskonservativer Ausrichtung in den USA; bildete sich 2009 in Opposition gegen die finanz- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung von Barack Obama zur Bekämpfung der US-Immobilienkrise; bereits am 16. 12. 2007 hatte der libertäre republikanische Kongressabgeordnete Ron Paul unter Bezug auf die Boston Tea Party vom 16. 12. 1773, als durch als Indianer verkleidete Bürger im Hafen von Boston eine Ladung Tee vernichtet wurde, um gegen die englische Teesteuer zu protestieren, Spenden für seinen Wahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner eingesammelt; am 19. 2. 2009 rief Rick Santelli, Kommentator des TV-Senders CNBC, zur Abhaltung einer Chicago Tea Party auf, um gegen die Politik der Obama-Administration zur Bekämpfung der Immobilienkrise zu protestieren; in der Folgezeit entstand ein landesweites Netzwerk zahlreicher lokaler Tea-Party-Gruppen; die umstrittene Gesundheitsreform der Regierung gab der T. weiteren Auftrieb in ihrem Protest gegen die Ausweitung von Bürokratie und das Anwachsen staatlicher Haushaltsdefizite, so fanden mehrere Großdemonstrationen und ein Nationalkonvent statt; außerdem nahm die T. starken Einfluss bei der Kandidatenauswahl der Republikaner im Vorfeld der Gouverneurs- und Kongresswahlen 2010.
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