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LEXIKON

Tagebuch eines Landpfarrers

  • Deutscher Titel: Tagebuch eines Landpfarrers
  • Original-Titel: JOURNAL D„UN CURE DE CAMPAGNE
  • Land: Frankreich
  • Jahr: 1950
  • Regie: Robert Bresson
  • Drehbuch: Robert Bresson
  • Kamera: Léonce-Henri Burel
  • Schauspieler: Claude Laydu, Jean Riveyre, Armand Guilbert
  • Auszeichnungen: Spezialpreis Filmfestival Venedig 1951
Der junge Pfarrer (Claude Laydu) der kleinen Gemeinde Ambricourt leidet an einer unheilbaren Krankheit. Trotz des Misstrauens, das ihm die Bauern und die herrschaftliche Familie des Ortes entgegenbringen, arbeitet er in missionarischem Eifer weiter. Seine Selbstzweifel und seine Angst schreibt er täglich in einem Tagebuch nieder. Schließlich verschlechtert sich sein Zustand und er stirbt.
Robert Bressons Verfilmung des Romans von George Bernano revolutioniert die Gesetze des Kinos seiner Zeit. Er verzichtet auf imposante Bilder gerade die Kargheit wird auf diese Weise zu seinem wichtigsten Stilelement. So sieht man über lange Strecken nur die schreibende Hand des Pfarrers und hört seine kommentierende Stimme. Die meisten Darstellers sind Laienschauspieler; Bresson glaubt so größeren Einfluss auf das Werk nehmen zu können, als wenn er mit Profis gearbeitet hätte. Der überraschende Erfolg gibt diesem Konzept recht.
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