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LEXIKON

Sumpfbiber

Biberratte; Nutria; Myocastor coypus
biberähnliches Nagetier aus der Meerschweinchenverwandtschaft; Körper und drehrunder Schwanz sind je rund 50 cm lang; Schwimmhäute an den Hinterfüßen; 810 Zitzen an den oberen Körperseiten, dadurch ist Säugen der Jungen im Schwimmen möglich. Sumpfbiber leben in kleinen Kolonien an den Gewässern des gemäßigten Südamerikas; als Pelztier auch in Deutschland verwildert, breitete sich wegen seiner Empfindlichkeit gegen winterliche Kälte aber nur langsam aus. Sumpfbiber sind weder mit dem Biber noch mit den Bisamratten näher verwandt.
Der Sumpfbiberpelz zählt zu den wertvollsten Pelzwerken überhaupt. Äußerlich sind in Anpassung an das Wasserleben nur die groben, bis 8 cm langen Grannenhaare sichtbar, die die feine Unterwolle schützend abdecken. Durch die komplizierte Zurichtung des Rohfelles entsteht ein haltbares, im Farbton gleichmäßiges, samtartiges Fell.
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