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LEXIKON

Studentenbewegung

die politischen Unruhen, die sich in den 1960er Jahren an den Hochschulen der USA und anderer westlicher Länder ausbreiteten. Antriebskräfte der Studentenbewegung waren sowohl hochschulpolitische Motive und Reformvorstellungen als auch unmittelbar politische Impulse (Eintreten für die Emanzipation der Dritten Welt, Protest gegen Rassendiskriminierung, gegen Rüstung u. a.). Der eigentliche Auslöser der politischen Entrüstung war der Vietnamkrieg. In der Bundesrepublik Deutschland
Außerparlamentarische Opposition: Kundgebung
Außerparlamentarische Opposition: Kundgebung
Rudi Dutschke, führender Kopf der antiautoritären Studentenbewegung Westberlins und der Bundesrepublik Deutschland (19651968) während einer Kundgebung
wendeten sich die Proteste insbesondere gegen das Hochschulsystem und gegen die politischen Verhältnisse im eigenen Land. Ideologisch vertrat die Studentenbewegung weitgehend radikal-sozialistische Vorstellungen, die sich kritisch auch gegen die kommunistischen Staaten richteten. Teilweise knüpften sie an anarchistische oder utopisch-sozialistische Traditionen an. Außerparlamentarische Opposition.
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