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LEXIKON

Stottern

Sprechstörung, bei der der Redefluss immer wieder durch Stocken vor einem Wort oder einem Buchstaben unterbrochen wird. Zwei Formen können unterschieden werden: Beim sog. tonischen Stottern ist das Sprechen zeitweise blockiert und ein Wort kann nicht artikuliert werden. Dem liegt eine länger anhaltende Verkrampfung der Sprechmuskulatur zugrunde. Beim sog. klonischen Stottern werden Buchstaben oder Wortelemente mehrfach wiederholt. Dabei zieht sich die Sprechmuskulatur sehr rasch hintereinander zusammen. Beide Formen können auch kombiniert auftreten und im Übrigen kann sich Stottern individuell auf sehr unterschiedliche Weise äußern. Im männlichen Geschlecht tritt das Stottern etwa fünfmal häufiger auf als im weiblichen Geschlecht. Es gibt verschiedene Theorien zu den möglichen Ursachen des Stotterns und dementsprechend gibt es eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten auf psychologischer, logopädischer und pädagogischer Basis, die individuell kombiniert werden müssen. Nicht behandlungsbedürftig ist das zeitlich begrenzt auftretende temporäre Stottern bei Kindern im Vorschulalter, die oft schneller denken, als sie sprechen können. Diese Form des Stotterns verliert sich normalerweise von selbst.
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