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LEXIKON

Star Trek

US-amerikanische Science-Fiction-Serie, kreiert von G. Roddenberry und den Paramount Studios 1966. Die gleichnamige Serie lief von 19661969 im US-amerikanischen Fernsehen in Deutschland seit 1972 unter dem Titel „Raumschiff Enterprise“. 1979 kam „Star Trek: Der Film“ auf die Leinwand. Bei dem in den Jahren 22652269 spielenden Weltraumabenteuer dringt das Raumschiff Enterprise im Auftrag der Vereinigten Föderation der Planeten „in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“. Das Kommando hat Captain James Tiberius Kirk (William Shatner), ihm zur Seite steht der spitzohrige Vulkanier Spock (Leonard Nimoy) als Erster Offizier. Zur Kernmannschaft zählen außerdem der Arzt Dr. Leonard McCoy (DeForest Kelley), der irische Chefingenieur Montgomery Scott (James Doohan) sowie der Japaner Hikaru Sulu (George Takei), die Schwarze Nyota Uhura (Nichelle Nichols) und der Russe Pavel Chekov (Walter Koenig). Die Science-Fiction-Welt hat Star Trek u. a. das Beamen, den Phaser und den Warpantrieb zu verdanken.
In ihrem ersten Kino-Abenteuer muss sich die Crew im Jahr 2273 einer Energiewolke stellen, die im Zusammenhang mit der im 20. Jahrhundert gestarteten Raumsonde Voyager 6 steht. Die Geschichten der folgenden Filme sind ähnlich trivialpsychologisch oder esoterisch angehaucht: In „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ von 1982 wird mithilfe des Genesis-Projekts ein neuer Planet geschaffen. Als Spock stirbt, wird er dort bestattet. Der Tod von Spock brachte die Fangemeinde gegen die Filmemacher auf. Diese hatten jedoch längst geplant, den Vulkanier 1984 in „Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock“ wiederzubeleben. „Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart“ von 1986 ist im Jahr 2286 angesiedelt. Die Enterprise muss allerdings 300 Jahre zurückreisen, um mithilfe zweier Buckelwale die Erde zu retten. In „Star Trek V: Am Rande des Universums“ von 1989 bemächtigt sich der Vulkanier Sybok des Raumschiffs, mit dem er auf der Suche nach Gott die Große Barriere durchbrechen möchte. Am Ende scheitert er und opfert sich. Mit „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“ ist 1991 die Ära der ursprünglichen Crew beendet. Kirk und McCoy geraten in klingonische Gefangenschaft, können entkommen und mit dem restlichen Team eine Verschwörung aufdecken.
Parallel zu den Filmen war ab 1987 die Serie „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ für das Fernsehen produziert worden. In 178 Folgen verkörperte Patrick Steward den neuen Befehlshaber Jean-Luc Picard. Sein Stellvertreter („Nr. 1“) ist William Riker (Jonathan Frakes). Die weitere Stammcrew rekrutiert sich aus dem Androiden Data (Brent Spiner), dem schwarzen Chefingenieur Geordi LaForge (LeVar Burton), dem Klingonen Worf (Michael Dorn), der Ärztin Dr. Beverly Crusher (Gates McFadden) sowie Deanna Troi (Marina Sirtis).
Es war folgerichtig, die Kinofilmreihe mit dieser neuen Mannschaft fortzuführen. Um den Fans den Übergang zu erleichtern, treffen Kirk und Picard 1994 in „Star Trek: Treffen der Generationen“ in einem Paralleluniversum zusammen. Am Ende stirbt Kirk. Im folgenden achten Kinofilm „Star Trek: Der Erste Kontakt“ von 1996 wird erneut ein Zeitsprung thematisiert: Die Handlung spielt im Jahr 2373, das Raumschiff wird allerdings in das Jahr 2063 versetzt, wo die Crew den ersten Kontakt zwischen den Menschen und den fortschrittlichen Vulkaniern miterlebt. 1998 folgte „Star Trek: Der Aufstand“, in dem Picard und seine Mannschaft zwischen zwei verfeindeten Gruppen vermitteln können. Der Titel des zehnten Films der Star-Trek-Reihe ist „Star Trek: Nemesis“ von 2002. In ihm begegnet Picard seinem Klon und Data opfert sich für seinen Captain. Keiner der Filme wurde mit einem Oscar ausgezeichnet, stattdessen erhielt »Star Trek V: Am Rande des Universums« 1989 die Goldene Himbeere als schlechtester Film.
Im Fernsehen liefen 19932005 drei weitere Serien, die auf der Grundidee von Roddenberry beruhen: Deep Space Nine, Voyager und Enterprise, Letztere ist zeitlich vor der Ära von Captain Kirk angesiedelt. Der elfte Kinofilm hatte 2009 Premiere, in ihm erlebt das Publikum Spock und die anderen Helden der Stammbesatzung in jungen Jahren.
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