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LEXIKON

Spinnerei

der dem Weben vorausgehende technische Vorgang der Fadenbildung, d. h. der Garnherstellung aus tierischen, pflanzlichen oder künstlichen Fasern; besteht zunächst in der Auflockerung, Reinigung und Ordnung der Fasern bis zu einem Faserband, das nach entsprechender Verfeinerung und Vergleichmäßigung entweder durch Handspinnen oder auf der Spinnmaschine (Vor- und Feinspinnmaschine) zu einem Faden verdreht (versponnen) wird. Mit Handspindel und Tretrad (Spinnrad) lässt sich in einem einzigen Arbeitsgang ein fester Faden bilden, bei der Maschinenspinnerei in verschiedenen Arbeitsfolgen. Zur Fadenbildung bei künstlichen Fasern: Chemiefasern. Die Handspindel wurde seit dem 15. Jahrhundert vom Spinnrad abgelöst; 1768 erfand R. Arkwright die Spinnmaschine, 1830 der Amerikaner Jenks die Ringspinnmaschine.
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