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LEXIKON

Sonderpädagogik

Heilpädagogik; Heilerziehung; Rehabilitationspädagogik
die besondere Erziehung und Förderung verhaltensauffälliger, geistig, körperlich oder seelisch behinderter Menschen; in Deutschland vereinzelt seit dem Ende des 18. Jahrhunderts: Taubstummenanstalten seit 1778, Blindenanstalten seit 1806, Hilfsschulen seit 1859; erste theoretische Ansätze zu einer eigenständigen pädagogischen Disziplin seit 1861 und 1863.
Heute gibt es ein differenziertes pädagogisches System für alle Behinderungsarten; Erziehung und Integration gliedern sich dabei nach Lebensphasen (Frühbereich, Elementarbereich, Schule, Berufsausbildung). Zu den Einrichtungen der Sonderpädagogik gehören z. B. Sonderkindergärten, Sonderschulen und Behindertenwerkstätten, die neben staatlichen, kommunalen oder kirchlichen Organisationen auch von freien Wohlfahrtsverbänden oder Selbsthilfegruppen getragen werden.
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