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LEXIKON

Seeräuberkriege

Bezeichnung für mehrere von Rom zur Sicherung der Seehandelswege geführte Kriege in der Adria und vor allem im östlichen Mittelmeer.
Nach dem durch Rom bewirkten Niedergang des Seleukidenreichs und der Seemacht Rhodos in der 1. Hälfte des 2. Jh. v. Chr. nahm die von den Küsten Kretas und Kilikiens ausgehende Piraterie erheblich zu und zwang Rom, selbst tätig zu werden, da die Piraten nicht nur die Häfen Italiens und die Getreidezufuhr nach Rom gefährdeten, sondern auch ein erhebliches militärisches Potenzial darstellten. Die seit Ende des 2. Jh. v. Chr. einsetzenden Versuche, die Gefahr zu beseitigen, waren erst 67 v. Chr. erfolgreich, als Pompeius mit erheblichen militärischen Mitteln und einem außerordentlichen Kommando über das gesamte Mittelmeer betraut wurde. Innerhalb von 40 Tagen befreite er das westliche, in weiteren 50 Tagen auch das östliche Mittelmeer von Seeräubern.
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