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LEXIKON

Schachtelhalm

Equisetum
einzige noch lebende Gattung der in früheren Erdperioden verbreiteten Schachtelhalmgewächse mit rund 30 Arten; Land- oder Sumpfpflanzen, die sich in einen ausdauernden, unterirdisch kriechenden und einen oberirdischen, einjährigen, halmartigen Sprossteil gliedern. An den Knoten der Stängel sitzen, durch lange Internodien voneinander getrennte, Quirle von kleinen Schuppenblättern, die zu einer den Stängel umschließenden Scheide verwachsen sind. Die Sporophylle bilden endständige Sporophyllstände, die häufig als „Blüten“ bezeichnet werden. Der Spross weist manchmal einen Dimorphismus auf, wobei im Frühjahr unverzweigte, chlorophyllfreie, fertile (fruchtbare) Triebe entstehen, später erst verzweigte, assimilierende, sterile Sommersprosse. Die Zellwände sind mehr oder weniger stark mit Kieselsäure imprägniert; daher Verwendung des Krauts einiger Arten zum Polieren von Zinngefäßen (Zinn-, Scheuer- oder Kannenkraut) oder als Volksheilmittel. Wichtige Arten u. a.: Ackerschachtelhalm (Duwock, Equisetum arvense, liefert Herba Equiseti) und die giftigen, im Viehfutter schädlichen Arten Waldschachtelhalm, Equisetum silvaticum; Sumpfschachtelhalm, Equisetum palustre; Teichschachtelhalm, Equisetum fluviatile; Winterschachtelhalm, Equisetum hiemale.
Ackerschachtelhalm
Ackerschachtelhalm
Ackerschachtelhalm, Equisetum arvense
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